Abb. 1: Anpass-Optik für die Einkopplung des Ausgangsstrahls eines Gyrotrons in den Vielstrahl-Wellenleiter, bestehend aus den Anpassspiegeln M1, M2, den Polarisatoren P1 und P2. Im Vordergrund ein Kalorimeter für 1 MW zur Messung der Gyrotron-Leistung.

15. Dezember 2015

Erstes Plasma in Fusionsanlage Wendelstein 7-X mit IGVP-Beteiligung

Am 10. Dezember 2015 wurde in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald, mit dem die Gruppe Mikrowellentechnologie des IGVP seit langem eng zusammenarbeitet, das erste Plasma erzeugt.

Am 10. Dezember 2015 wurde in der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald, mit dem die Gruppe Mikrowellentechnologie des IGVP seit langem eng zusammenarbeitet, das erste Plasma erzeugt. Damit hat nach neun Jahren Bauzeit und gut einem Jahr technischer Vorbereitungen und Tests der Experimentierbetrieb planmäßig begonnen.

Wendelstein 7-X, die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, soll die Kraftwerkseignung dieses Bautyps untersuchen. Das erste Plasma in der Maschine dauerte eine Zehntel-Sekunde und erreichte eine Temperatur von rund einer Million Grad.

Zahlreiche Forschungseinrichtungen im In- und Ausland waren am Aufbau der Anlage beteiligt. So auch die Gruppe Mikrowellentechnologie am IGVP, die für die Elektron-Zyklotron-Heizung des Plasmas in W7-X die Hochspannungsmodulatoren für die zehn 1-MW, 140-GHz-Gyrotrons und die quasi-optischen Vielstrahl-Wellenleiter und viele weitere Reflektoren für die Übertragung der Millimeterwellen zum Plasma im Wendelstein-W7-X entwickelt hat. Abbildung 1 zeigt die Anpass- und Polarisations-Spiegel zur Anpassung der Gyrotron-Strahlung an das Übertragungssystem, das aus insgesamt 158 wassergekühlten Reflektoren besteht.

 

Presseinformation des IPP

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