Projektstart: PERLAT

15. April 2026 / Sophia Nowakowski

Ein internationales Forschungsprojekt entwickelt ein lebendes, perfundierbares Fettgewebemodell, das neue Einblicke in Stoffwechselprozesse eröffnen und die Entwicklung von Therapien zur Behandlung von Adipositas unterstützen soll.

PERLAT: Ein neues vaskularisiertes 3D-Modell für die Adipositasforschung

Im europäischen Forschungsprojekt 3DPERLAT (3D perfusable living adipose tissue) arbeiten Partner aus Industrie und Wissenschaft gemeinsam an einem vaskularisierten und perfundierbaren 3D-Modell von menschlichem Fettgewebe. Dieses neuartige In-vitro-System soll helfen, die Entstehung von Adipositas besser zu verstehen und neue Therapieansätze objektiver zu bewerten.

Bisherige Modelle basieren meist auf Tierexperimenten oder statischen Zellkulturen und bilden die komplexe Dynamik des menschlichen Fettgewebes nur unzureichend ab. PERLAT kombiniert 3D-Biodruck, innovative Hydrogelmaterialien und einen Mikrofluidik-Bioreaktor, um Stoffwechselprozesse, Entzündungsreaktionen und Wirkstoffeffekte unter realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen.

Die Universität Stuttgart bringt ihre Expertise im Biodruck und Tissue Engineering von Fettgewebe ein und arbeitet an der Entwicklung vaskularisierter Fettgewebekonstrukte sowie geeigneter Ko-Kultur-Protokolle. Damit leistet sie einen zentralen Beitrag zu einem neuen Standard in der Adipositasforschung.

PERLAT wird im Rahmen eines internationalen Konsortiums mit Partnern aus Norwegen (CELLHEAL AS), Deutschland (ibidi GmbH, Universität Stuttgart) und Schweden (Karolinska Institutet) umgesetzt. Langfristig soll das System als Forschungs- und Wirkstoffscreening-Plattform für akademische Einrichtungen und die pharmazeutische Industrie verfügbar gemacht werden.

3D-Bioprinter erstellt ein 3D-Modell der Adipositas ©
3D Biodrucker für Adipositasmodelle
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